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Paprika pflanzen

Inhaltsverzeichnis

 

1. Der ideale Standort: Hier gedeiht Paprika am besten  

Paprika zählt zu den besonders wärmeliebenden Gemüsekulturen, die auf Kälte hochgradig sensibel reagieren. Für den Anbau von Paprika ist ein sonniger geschützter Platz, idealerweise unter Glas zu suchen. Im Freiland fordern Paprikapflanzen einen unbedingt sonnigen und warmen Platz ein, der idealerweise im Regen- und Windschatten gelegen ist. Als Boden ist nahrhafte humose und gut wasserdurchlässige Erde ratsam.

Ein kalter nasser Frühling kann dafür sorgen, dass Paprika nicht wächst oder schlimmer noch, eingeht. Deshalb lohnt es sich, den Paprika die erste Zeit im Topf zu kultivieren und erst nach Mitte Mai oder später auszupflanzen. 

 

Paprika pflanzen im Hochbeet? 

Gute Erfahrungen bei der Paprikakultur macht man auf Hochbeeten, in denen die Erde mit fruchtbarem Kompost anreichert wird. Der erhöhte Stand wirkt sich bei der laufenden Pflege nicht nur rückenschonend aus, sondern der Boden erwärmt sich schneller und Wasserabzug ist gesichert. Für den Anbau von Paprika im Hochbeet sind kompakte Sorten mit einer geringeren Wuchshöhe zu empfehlen. Hohe Paprikasorten bieten dem Wind mehr Angriffsfläche und kippen um. Kompakte Sorten können im kleineren Abstand von 30 bis 40 cm gepflanzt werden. Der Spross jeder Paprikapflanze sollte ausreichend Licht bekommen, damit eine gute Fruchtbildung einsetzt.

 

Paprika im Gewächshaus anpflanzen? 

Ein Anbau von Paprika im Gewächshaus bietet optimale Voraussetzungen. Grund sind die höheren Temperaturen, die der wärmeliebenden Gemüsepflanze zugutekommen. Eine ähnliche Wirkung erzielt man beim Anbau unter Folie, beispielsweise einem Folientunnel. Wichtig dabei ist nur, dass eine gute Lüftung und eine Bestäubung der Blüten erfolgt.  

 

Paprika pflanzen in der Wohnung 

Paprika ist so pflegeleicht, dass man ihn ebenfalls auf dem Fensterbrett, im Balkonkasten oder im Gemüsetopf ziehen kann. Beliebt sind mittlerweile Chilis und Zierpaprika, die durch besonders auffällige Fruchtstände einen hohen Zierwert mitbringen. Innerhalb der Wohnung lebt man mit der ständigen Gefahr, dass Paprika durch gestaute Luftverhältnisse von Schädlingen befallen wird. Zudem bieten viele Fensterbretter in den eigenen vier Wänden zu wenig Licht, wodurch Paprikapflanzen lang werden und vergeilen. Wenn die Möglichkeit besteht, ist das Fruchtgemüse im Balkonkasten auf dem äußeren Fensterbrett besser aufgehoben. 

 

Paprika pflanzen im Topf 

Stadtgärtnern gelingt die Paprikakultur im Kasten oder Topf. Je nach späterer Wuchshöhe sollte die Topfgröße angepasst werden. Kompakte Sorten benötigen weniger Wurzelraum und kommen mit herkömmlichen Kästen zurecht. Höhere Paprikasorten sind in größeren Töpfen mit fixierenden Stäben besser aufgehoben. Sie lassen sich hinter der Brüstung positionieren und stehen daher windgeschützt. 

 

2. Der optimale Zeitpunkt: Wann kann man Paprika pflanzen? 

Als wärmeliebendes Gemüse bedarf Paprika höherer Temperaturen. Unter Glas kann der Anbau und Aussaat ab Mitte / Ende März beginnen. Eine Vorkultur von Paprika ist sinnvoll, um die Kulturzeit zu verkürzen. Bei einer Direktsaat ins Beet würde es bis in den Spätsommer oder Herbst hinein dauern, dass der Paprika zu ernten wäre, wenn überhaupt eine Fruchtbildung stattfindet.

Vorgezogene Paprikapflanzen werden erst nach den Eisheiligen zu Mitte Mai ins Freie gepflanzt. Bis dahin können Nachtfröste jederzeit auftreten. Erst nach der letzten Frostgefahr können vorgezogene Paprika-Jungpflanzen ins Freiland an sonnig warmer Stelle ausgepflanzt werden. 

 

3. Die richtige Technik: Paprika richtig vorziehen und pflanzen 

Zum Vorziehen werden Samen ab Mitte März in Anzuchtschalen, gefüllt mit Vermehrungserde, gleichmäßig ausgesät. Die Samen werden dünn mit Erde übersiebt und vorsichtig angegossen. Damit die Feuchtigkeit nicht so schnell verdunstet, wird die Schale mit einem passenden Häubchen oder einer Glasscheibe überdeckt. Die Keimung setzt bei ca. 25°C an einem hellen Standort ein. Nach etwa vier Wochen können die Sämlinge in Töpfe vereinzelt und als Jungpflanze weitergezogen werden. Das Pikieren lässt sich umgehen, wenn einzeln in Multitopfpaletten ausgesät wird. Bis Mitte Mai wachsen die Paprikapflanzen zu stattlichen Jungpflanzen heran und können dann nach daußen gepflanzt werden.

Sind Standort gewählt und der Boden vorbereitet, werden die Paprikajungpflanzen ausgepflanzt. Die Setzlinge werden vorsichtig aus dem Anzuchtstopf genommen. Trockene Ballen werden vor dem Einsetzen kurz im Wasserbad getränkt. Vor dem Einpflanzen wird der Wurzelballen gelockert und ins Pflanzloch eingesetzt. Als Pflanzabstand sollte mit 50 cm gerechnet werden.

Bereits große Pflanzen können im Freiland an einem Bambusstab fixiert werden, damit der Wind sie nicht umknicken kann. Um das Wachstum anzuregen, können Hornspäne, Hornmehl oder Gemüsedünger hinzugefügt werden. Nach dem Einpflanzen darf das Angießen nicht vergessen werden. 

 

4: Paprika pflanzen: Das sind gute Nachbarn für das Beet  

Neben Paprika fühlen sich Tomaten, aber auch Möhren oder Kohl wohl. Blütenreiche Kräuter, z.B. Lavendel, Thymian oder Borretsch, locken Insekten und sorgen für eine gute Befruchtung am Paprika. Im Gewächshaus sind Paprika neben wärmeliebenden Gurken und Auberginen gute Beetnachbarn. 

 

5: Die richtige Pflege für die Paprikapflanze 

Zu Sonne und Wärme benötigt Paprika eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit. Sie ist Voraussetzung, Nährstoffe aus dem Boden herauslösen und aufzunehmen Während des Sommers werden zwei- bis dreimal mit einem organischen Gemüsedünger neue Nährstoffe zugeführt. Das Fixieren an einen Bambusstab ist insbesondere bei der Freilandkultur ratsam. Wind führt ohne Sicherung oftmals zum Umknicken der ganzen Pflanze, wodurch der Sprossansatz so geschädigt wird, dass kein Wasser mehr in den Paprikaspross befördert werden kann. Bei der Gewächshauskultur sorgt hohe Luftfeuchte zum Verkleben der Pollen und führt zu einer mangelnden Befruchtung. Es empfiehlt sich, die Pflanzen entweder leicht zu schütteln oder selbst mit einem Pinsel oder Wattestäbchen Hand anzulegen. Hohe Luftfeuchtigkeit kann zudem Grauschimmel begünstigen. Rechtzeitiges und regelmäßiges Lüften verhindert einen Befall des Schadpilzes. 

 

Paprika selber pflanzen - Diese Tipps sollten Sie berücksichtigen

In seiner Attraktivität als Fruchtgemüse liegt der wärmeliebende Paprika sicherlich ganz weit vorn. Botanisch gehören Paprika, Chili und Peperoni zusammen. Alle heutigen Paprikasorten stammen von der Urform des Spanischen Pfeffers (Capsicum annuum) ab. Der Anbau von Gemüse-, Kirsch- oder Spitzpaprika ist weniger kompliziert, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Am warmen Standort entwickeln sich leckere und gesunde Früchte mit reichlich Vitamin C. Wie Paprika richtig angebaut und angepflanzt wird, lässt sich in aller Kürze zusammenfassen. 

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